RheinShuttle soll auch in Zukunft fahren

Stellungnahme zum Ende des Probebetriebes für den Altstadtbus im Jahr 2002

Die Fahrgastzahlen des RheinShuttle zwischen Rheinterrasse, Burgplatz und Rheinturm während des Probebetriebs von Mai bis September 2002 waren nicht befriedigend. Für den Verkehrsclub Deutschland (VCD) lag das an der zu kurzen Laufzeit und an erheblichen Defiziten in Angebot und Werbung. Es fehlte nicht die Nachfrage, sondern vor allem das Wissen bei potentiellen Kunden!

Andere Linien wie der linksrheinische Ortsbus 833 zeigen, dass es i.d.R. länger als ein halbes Jahr dauert, bis eine Linie angenommen wird. Für eine Linie mit starkem Gelegenheitsverkehr und vielen auswärtigen Nutzern gilt dies um so mehr. Der VCD meint, der RheinShuttle kann nicht nur ein wichtiger touristischer Pluspunkt werden, sondern ist gerade für ältere und behinderte Menschen ein notwendiger Faktor für die Erreichbarkeit von Altstadt und Rheinufer. Deswegen plädiert der VCD dafür, das Angebot im nächsten Jahr mit verbessertem Konzept fortzusetzen.

Bisherige Defizite:

Da der Bus stark auf Besucher- und Gelegenheitsverkehr ausgerichtet ist, hätten vorrangig stationäre Informationen mit Dauerpräsenz (Aushänge, Plakate etc.) und preisgünstige Massenmedien (Flugblätter) mit kontinuierlicher Verteilung zum Einsatz kommen müssen statt aufwändiger Farbbroschüren. So wie es auch z.B. ein Zirkus macht. Auch als Euroga-Linie zwischen Hofgarten und Ausstellung Wasser-Fälle hätte der Bus vermarktet werden können, das ist nicht geschehen.

Fazit: Ein relativ kompliziertes Angebot wurde kaum kommuniziert. Dass potentielle Fahrgäste vom RheinShuttle erfuhren, war eher ein glücklicher Zufall. Dass mit diesem Konzept keine großen Fahrgastzahlen zu erwarten waren, war von vorneherein klar und wurde vom VCD bereits zum Start der Linie mit konkreten Verbesserungsvorschlägen mitgeteilt.

Notwendige Verbesserungen für das nächste Jahr aus Sicht des VCD

Zum Angebot des RheinShuttle:

Zur Vermarktung des RheinShuttle:

Es geht wie bereits ausgeführt in erster Linie darum, für Gelegenheitskunden stationäre und Massen-Medien vorzuhalten:

Wir halten es für realistisch, mit diesen Maßnahmen die Fahrgastzahlen im Laufe des nächsten Jahres zu verdreifachen. Die Linie sollte diese Chance bekommen.