Kritische Luftbelastung erfordert Handeln
Die weiterhin kritische Luftbelastung an der Corneliusstraße in Düsseldorf und anderswo erfordert umgehende Maßnahmen auch auf lokaler Ebene. Pressemitteilung Februar 2006
Anlässlich einer aktuellen Pressemitteilung der Bezirksregierung Düsseldorf weist der Kreisverband Düsseldorf des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) darauf hin, dass weitere Maßnahmen auf lokaler Ebene möglich und notwendig sind, um die Luftqualität in den besonders belasteten Stadtteilen zu verbessern. Dazu drei Argumente:
- Die Bezirksregierung selbst hatte in ihren ersten Entwürfen zum Aktionsplan Düsseldorf südliche Innenstadt Maßnahmen mit aufgenommen, die eine Reduzierung auch des PKW-Verkehrs auf der Corneliusstraße vorsahen. Sie waren auf Drängen der Stadt Düsseldorf gestrichen worden. Angesichts der problematischen Gesundheitsgefährdung der Anwohner scheinen solche Ansätze aber unverzichtbar.
- Natürlich müssen vom Gesetzgeber Anreize geschaffen werden, um besonders umwelt- und gesundheitsbelastende Motoren möglichst schnell aus dem Verkehr zu ziehen. Die Erwartungen daran, welche Folgen ein Durchfahrtsverbot für nicht schadstoffarme PKW etwa an der Corneliusstraße für die Luftqualität dort hätte, halten wir aber für weit überzogen. Ein solches Durchfahrtsverbot wäre in der Praxis nur sehr schwer zu kontrollieren, und die möglichen Bußgelder für eine Missachtung können auch kaum abschrecken.
- In den aktuell vorliegenden Papieren zur künftigen Verkehrsentwicklung spielt die Reduzierung der Luftbelastung leider keine wichtige Rolle. Das betrifft sowohl den Düsseldorfer Verkehrsentwicklungsplan (VEP), wie auch die Integrierte Gesamtverkehrsplanung (IGVP) aus der Ebene des Regionalrates. Dabei besteht gerade in solchen, verkehrsmittelübergreifenden Planungsprozessen die beste Möglichkeit, langfristig etwas zur Verbesserung der Luftqualität zu tun.