Nachtverkehrsangebot Busse, Stadt- und Straßenbahnen
Hinweis: Die folgende Stellungnahme bezieht sich auf ein von der Düsseldorfer Stadtverwaltung zusammen mit der Rheinbahn erarbeiteten Konzept, das als PDF-Dokument heruntergeladen werden kann vom Server der Stadt Düsseldorf unter www.duesseldorf.de/pvrat/vorlagen/66-66-2005.pdf, Größe 1041 KB.)
VCD fordert attraktiveres Nachtverkehrsangebot
Stellungnahme zum "Nachtverkehrskonzept ÖPNV" der Düsseldorfer Stadtverwaltung (März 2006)
Der VCD sieht ein attraktives Nachtverkehrsnetz als wichtigen Standortfaktor für Düsseldorf, auch im Wettbewerb mit anderen Städten. In vielen Großstädten, so z.B. in München, Berlin, Hamburg, Frankfurt, aber auch Köln, Essen, Dortmund und Bonn existieren weitaus attraktivere und leistungsfähigere Nachtverkehrsangebote als in unserer Stadt, die mit der Altstadt immerhin einen besonders "nachtaktiven" Publikumsmagneten besitzt. Ein Nachtverkehrsnetz dient aber nicht ausschließlich dem Freizeitverkehr, sondern wird teilweise auch von Berufstätigen in Gastronomie, Krankenhäusern etc. genutzt. Es ist außerdem in besonderem Maße ein Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit in der Stadt.
- Um ein nachfragegerechtes Angebot vorzuhalten, sollten die Linien am Wochenende (Nächte Fr./Sa., Sa./So. und vor Wochenfeiertagen) grundsätzlich häufiger als im Stundentakt fahren. Der VCD schlägt einen 30-Minuten-Takt bis 2:30 Uhr vor.
- Das Nachtnetz muss täglich, also auch montags-freitags, bis wenigstens 1:30 Uhr betrieben werden (viele gastronomische Betriebe schließen unter der Woche um 1 Uhr).
Denn: Es ist für die Kunden sehr schwer verständlich, wenn unter der Woche (montags-freitags) in den Nachtstunden wie bisher, also ganz andere Linienwege gefahren würden. Das Liniennetz der sog. Personalwagen ist relativ unattraktiv, und im Tagesnetz werden bereits ab kurz nach 24 Uhr keine Fahrten mehr angeboten. - Das aktuelle Netz weist noch deutliche Erschließungslücken in den dicht bebauten Stadtteilen Pempelfort, Flingern, Oberbilk, Bilk und Unterbilk auf, genauso in Teilbereichen von Kaiserswerth, Gerresheim und Eller. Weiterhin fehlt eine direkte Verbindung der Freizeitschwerpunkte untereinander. Zudem treten gegenüber dem heute an Wochenenden bedienten Netz Verschlechterungen auf, da einige Angebote entfallen (z.B. im Zuge der Linien 715, 722, 730 und 732). Durch zwei zusätzliche Linien ließen sich diese Mängel beheben.
- Die Verknüpfung in die Region muss verbessert werden. Hierzu ist allerdings eine interkommunale Kooperation gefordert.
Finanzierungsvorschlag: Der Betrieb des Nachtnetzes könnte sonn- und feiertags bis in die frühen Morgenstunden verlängert und damit gleichzeitig der Betriebsbeginn des Tagesnetzes zeitlich nach hinten verschoben werden. Somit könnten gering ausgelastete Frühfahrten des Tagesnetzes eingespart werden.
Spätestens beim folgenden Fahrplanwechsel sollte dann das Netz so ergänzt werden, dass die Erschließungslücken geschlossen werden. Ebenso sollte so bald wie möglich das Gespräch mit den zuständigen Aufgabenträgern in den Nachbarkreisen zur Verbesserung der Verbindungen in die Region gesucht werden.